Steinkammergrab von Niederzeuzheim

Das Steinkammergrab von Niederzeuzheim, einem Stadtteil von Hadamar zwischen Westerwald und Lahntal, ist ein Megalithgrab aus der späten Jungsteinzeit. In dieser Zeit zwischen 3.000 und 2.800 v. Chr. lebten hier Menschen der sog. Wartbergkultur. Diese Megalithkultur ist eine europäische Kulturerscheinung, die sich durch kollektive Totenbeisetzungen in großen, gemeinschaftlich errichteten Steinkammergräbern auszeichnet. Die teilweise eingetiefte Anlage, die auch als Steinkistengrab bezeichnet wird, bestand ursprünglich aus mehreren plattenartigen Decksteinen, welche von anderen Steinen getragen wurden und somit die Kammer oder Kiste bildeten. Heute sind nicht mehr alle Steine erhalten. Die Steine bestehen aus Basalt, dem hier vorherrschenden Gestein. Zur Stabilisierung wurden die Platten mit Kalksteinen gestützt. Die Gesamtlänge beträgt 6,6 m, die Breite 2,5 m.Nach vorangegangenen Grabstörungen und teilweise wenig fachgerechten Ausgrabungen seit 1911 wurde das Steinkammergrab im Jahr 2004 durch den Historischen Verein von Niederzeuzheim und durch das Hessische Landesamt für Denkmalpflege in ehrenamtlicher Arbeit annähernd in den ursprünglichen Zustand versetzt und dauerhaft stabilisiert.

Ort:
Hadamar-Niederzeuzheim

Internet:
Karte (Google Maps)