GeoPunkt Kalsmunt

Um die Burganlage Kalsmunt besser verteidigen zu können, wurde sie – wie im Mittelalter üblich – auf einer Kuppe errichtet. Aber warum gibt es an dieser Stelle eine Kuppe? Die Geologie liefert die Erklärung.

Die markante Bergspitze des Kalsmunt besteht aus dem stabilen Gestein Basalt. Die basaltische Gesteinsschmelze hat sich durch die vulkanischen Aktivitäten im Tertiär vor etwa 40 Millionen Jahren über ältere Gesteine ergossen. Man geht davon aus, dass die Kalsmunterhebung wie auch der Stoppelberg Aufstiegskanäle – auch Stiele genannt – ehemals kleiner Lavaergüsse darstellen. Im Verlauf der letzten etwa zwei Millionen Jahre im Zeitalter des Quartär haben Wind, Wetter und Flüsse die Basaltkuppe wieder durch Erosion herauspräpariert. Die Kuppel des Kalsmunt ist heute teilweise von Lockergesteinen bedeckt – ein Indiz das auf flussbedingte Abtragung als auch Ablagerung hindeutet.

Auch auf anderen Basaltkuppen wurden in der Region Burgen und Schlösser aus strategischen Gründen erbaut. So zum Beispiel das Schloss Braunfels und die Burg Greifenstein.

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Geopunkt Kalsmunt - Foto: Lamar Dreuth