Grube Füsseberg in Biersdorf

Die Grube Füsseberg wird erstmals im Jahre 1708 erwähnt. 1799 sind ein Steiger, vier Hauer und zwei Schmiede beschäftigt. Als 1872 Krupp die Grube übernimmt, wird erstmals umfangreich modernisiert und es sind bereits 50 Bergleute tätig. Schon 1892 wird die Grube wieder stillgelegt, da die vorhandenen Gangmittel abgebaut waren. 1908 wird die Grube an die Reichsbahn angeschlossen und 1913 nimmt die Nassaufbereitung des Erzes ihren Betrieb auf, zwei Jahre später die elektromagnetische Aufbereitung. Während der Weltwirtschaftskrise 1931/32 ist der Füsseberg oder der „Fluss“, wie er von den Bergleuten genannt wird, die einzige der Kruppschen Gruben, deren Betrieb aufrechterhalten wird. Nachdem im Jahr 1937 mit der Grube Friedrich-Wilhelm ein Verbundbetrieb hergestellt ist, bedeutet dies den größten Betrieb aller Siegerländer Spateisengruben mit einem unter Tage betriebenen Streckennetz von über 35 km. Der Schacht Füsseberg wird Hauptförderschacht mit einer Teufe von 1.046 m. Doch auch die Grube Füsseberg blieb vom großen Grubensterben im Siegerland nicht verschont. Sie wurde am 31. März 1965 geschlossen.

Ort:
Daaden-Biersdorf, Landkreis Altenkirchen