Burg Runkel

Im 11. Jahrhundert wurde in einem Bogen der Lahn Burg Runkel errichtet. Als Baumaterial für das auf einem Kegel aus grünem Schalstein befindliche Gebäude diente Kalk aus dem benachbarten Kalkwerk. Neuere Forschungen haben ergeben, dass der Bergfried ursprünglich rund war und einen Durchmesser von zwölf Metern hatte. Es ist anzunehmen, dass der grüne Schalstein auf der Talseite schon früh abrutschte und dabei Teile des Turms zerstörte. Beim Wiederaufbau wurde die dem Tal zugewandte Seite gerade errichtet, wobei die Wand nach hinten versetzt und mit einer Spitze zur Angriffsseite versehen wurde. Zum Ausgleich nahm man auf der Landseite mehrere Anbauten für Wohnzwecke vor, die heute bei einem Rundgang besichtigt werden können. Zu sehen sind dabei unter anderem Gegenstände und Waffen aus vergangener Zeit sowie Werkstücke aus Lahn-Marmor, den die Steinbruchbetreiber anstelle einer Pacht lieferten. Die Steinbrüche und Steinmetzarbeiten erlebten besonders in der Barockzeit eine Blüte, werden heute aus Kostengründen jedoch nicht mehr betrieben.

 

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