Titel:
„Tourismus als Strategie zur Bewältigung sozialer und ökonomischer Krisen in der postsowjetischen Peripherie am Beispiel Ushgulis (Georgien).“

Referent:
Prof. Dr. Detlef Müller-Mahn, Bonn

Inhalt:
Oberswanetien (Georgien) ist bis heute ethnisch weitgehend homogen besiedelt, wie dies für einige Gebirgsregionen des Kaukasus typisch ist. So blieb der Raum auch während der Sowjetzeit ein Beispiel für die Grenzen kultureller Transformationsmaßnahmen, da es nicht gelang lokale Rechtskonzepte und Rechtsinstitutionen aufzulösen(u. a. Ältestenräte, Einsatz von Vermittlern bei Eheanbahnung, Verteilung von Grundbesitz, Abwendung von Blutrache). Das Untersuchungsfeld der dem Vortrag zu Grunde liegenden Studie ist die Dorfgemeinschaft Ushguli, die seit der Erklärung zum UNESCO-Welterbe 1996 und der Herstellung äußerer staatlicher Sicherheit seit etwa 2010 einen zunehmenden Tourismus verzeichnet.Dieser trifft dort auf wenig Vorbereitung im Umgang mit touristischen Bedürfnissen und modernen Lebensweisen.So bietet sich in Ushguli ein Raum, in welchem unter fast labor ähnlichen Bedingungen untersucht werden kann, wie sich Tourismus als Bewältigungsstrategie ökonomischer und sozialer Krisen auf räumliche ökonomische,ökologische und soziale Strukturen auswirkt.

Kosten:
Der Eintritt ist für GGG-Mitglieder frei und beträgt für Noch-Nicht-Mitglieder 3,- Euro.
Für Schulklassen – bitte vorher telefonisch anmelden – ist der Eintritt ebenfalls frei.

Informationen für Lehrerinnen und Lehrer:
Alle Vorträge der Gießener Geographischen Gesellschaft sind vom Staatlichen Schulamt als Fortbildungsveranstaltung für Lehrerinnen und Lehrer akkreditiert. Teilnehmer wenden sich bitte an die Abendkasse. Dort liegen Listen zum Eintragen aus, die nach den Veranstaltungen an das Staatliche Schulamt weiter geleitet werden.