Titel:
„Kolonialismus auf Hanseatisch: Die Hanse- undHandelsstadt Bremen aus postkolonialer Perspektive.“

Referent:
Prof. Dr. Julia Lossau, Bremen

Inhalt:
ln der Nähe des Bremer Hauptbahnhofs steht ein riesiger Elefant aus Backsteinen. Als ehemaliges „Reichskolonialehrenmal“erinnert die Tierfigur daran, dass Bremen für den deutschen Kolonialismus eine wichtige Rolle spielte und im Nationalsozialismus zur „Stadt der Kolonien“ ernannt wurde. Der Vortrag wirft Licht auf diese in mehrfacher Hinsicht „dunkle“ Seite der Bremer Vergangenheit.Er erinnert daran, dass die Hanse- und Handelsstadt im späten 19. Jahrhundert zu einem Zentrum deutscher Kolonialbestrebungen wurde. Dies lag vor allem an der Bremer Kaufmannschaft, die sich unter dem legitimatorischen Schirm des „ehrbaren Kaufmanns“ für koloniale Besitztümer und Kolonialpolitik engagierte. Julia Lossau zeichnet die Symbiose von Handel und Kolonialismus an konkreten Beispielen nach und diskutiert die Kaufmannschaft im Kontext der postkolonialen Bremer Erinnerungslandschaft.

Kosten:
Der Eintritt ist für GGG-Mitglieder frei und beträgt für Noch-Nicht-Mitglieder 3,- Euro.
Für Schulklassen – bitte vorher telefonisch anmelden – ist der Eintritt ebenfalls frei.

Informationen für Lehrerinnen und Lehrer:
Alle Vorträge der Gießener Geographischen Gesellschaft sind vom Staatlichen Schulamt als Fortbildungsveranstaltung für Lehrerinnen und Lehrer akkreditiert. Teilnehmer wenden sich bitte an die Abendkasse. Dort liegen Listen zum Eintragen aus, die nach den Veranstaltungen an das Staatliche Schulamt weiter geleitet werden.